Bau-Radar
Im Juli sind zwei große Runden in die Bau-Robotik geflossen: Monumental aus den Niederlanden erhielt 32 Millionen Dollar, TerraFirma aus den USA 115 Millionen. Entscheidend ist nicht nur das Geld, sondern wie die Technik in reale Baustellenprozesse kommt.
Monumental entwickelt eine Flotte autonomer Mauerroboter für den Einsatz auf Baustellen. Nach Unternehmensangaben hat das Unternehmen bereits mehr als 40 Projekte umgesetzt, über 100 Häuser gebaut und verfügt über eine Flotte von mehr als 100 Robotern.
TerraFirma rüstet vorhandene Baumaschinen für halbautonomen Betrieb und Fernsteuerung um. Nach Unternehmensangaben können geschulte Bediener dadurch mehrere Maschinen gleichzeitig orchestrieren.
Beide Unternehmen bringen Robotik in konkrete Baustellenabläufe, statt bei Demonstratoren zu bleiben. Das kann die Einstiegshürde für Auftraggeber senken.
Für Deutschland ist das noch früh. Aber die Richtung steht fest, und der Treiber ist real: Der Fachkräftemangel geht nicht weg. Wer über Robotik am Bau nachdenkt, sollte deshalb nicht nur auf die Hardware schauen, sondern auf Integration, Bedienkonzept und belastbare Leistung im Baustellenalltag.
Wer über Robotik am Bau nachdenkt, sollte deshalb nicht nur auf die Hardware schauen, sondern auf Integration, Bedienkonzept und belastbare Leistung im Baustellenalltag.